Wintersport in Bayern

Wintersport © Manuela Klopsch - Fotolia.com

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Dieses Jahr lässt der Schnee lang auf sich warten. Manche Menschen freuen sich über milde Temperaturen, andernorts wird die Beschneiungsmaschine herausgeholt. Letzteres zum Beispiel im Schwarzwald am Feldberg. Hier werden die grünbraun gebliebenen Berghänge beschneit und in winterliche Skipisten verwandelt. 16 Schneekanonen und 72 Schneelanzen sollen dafür sorgen, dass die Ski- und Snowboardbegeisterten auch dieses Jahr wieder in die Region kommen. In diese Beschneiungstechnik wurden mehr als eine Million Euro investiert. Das scheint angesichts Wärme-Einbrüchen und immer unsicheren Wintern in Deutschland auch nötig zu sein. Zumindest für den Wintertourismus hierzulande. Davon profitieren natürlich die Hersteller der Beschneiungsanlagen. Bis zu 1500 Schneekanonen und sogar noch mehr Schneelanzen werden jedes Jahr hergestellt und verkauft. Denn auch an Orten, an denen auch natürlicher Schnee fällt, wird zusätzliche künstliche beschneit. Dieser Kunstschnee soll außerdem zu einer erheblichen Verbesserung der Qualität der Pisten beitragen. Während des Beschneiens wird auf einem Computerdisplay nachvollzogen, wo die Schneedecke zu dünn ist und nachgebessert werden muss und auch die Schneequalität wird beobachtet. Natürlich muss auch die Außentemperatur stimmen, am Feldberg beispielsweise wird bei Temperaturen zwischen -2 und -4 Grad Celsius mit der Beschneiung begonnen.

Allerdings bringt diese Technik auch manchen Ärger mit sich. Der Deutsche Alpenverein (DAV) beklagt zum Beispiel, dass für die vielen neuen Wasserspeicher erheblich in die Landschaft eingegriffen wird. Außerdem wird vielen bachläufen das Wasser entzogen. Auch Naturschützer_innen äußern sich besorgt darüber, dass auch immer höher gelegene Pisten künstliche beschneit werden, beziehungsweise immer neue Skipisten erschlossen werden. Außerdem verzehren die Anlagen extrem viel Strom. Pro Saison wird der Bedarf von über 100 Vier-Personen-haushalten von einer dieser großen Anlagen verbraucht. Hersteller bestehen wiederum auf die ständige Optimierung der Anlagen und dadurch sinkende negative Auswirkungen. Der Trend geht dahin, dass immer mehr Pisten künstlich beschneit werden. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen das auf die Natur und den Klimawandel haben wird.

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