
Quelle: Flickr/mueritz
Das sollte sich nun aber ändern. Dazu wurde der Fremdenverkehr für Höchstadt in professionelle Hände abgegeben. Um die Vermarktung der touristischen Pfunde des Aischgrundes soll sich fortan eine „Incoming Agentur“ kümmern. Die Agentur soll das Erholungsgebiet Höchstadt und Umgebung bekannter machen. Denn im Karpfenland ist man sich sicher, den Touristen einiges bieten zu können: unter Anderem will man für die mit den Karpfen verbundene einmalige Weiherlandschaft und den Kellerberg, den es in dieser Form kein zweites Mal gibt, Werbung machen. Aber auch das wachsende Freizeitzentrum vor den Toren der Stadt und das gut ausgebaute Radwegenetz werden als wichtige Vorteile der Region gesehen. Auch die zentrale Lage zu den umliegenden touristischen Hochburgen Rothenburg, Bamberg und Nürnberg dürfte von Bedeutung sein.
Um die Region und seine Schätze bekannter zu machen, will man nun eine Werbeoffensive starten, die hauptsächlich Kurzzeit-Urlauber, aber auch auf Reisegruppen ansprechen soll. Diese Werbeoffensive wird zu 80 Prozent durch den Europäischen Fischereifonds für naturnahen Tourismus finanziert.
Es bedarf allerdings mehr als Werbung, um Urlauber in den Aischgrund zu locken. Unter Anderem muss die hiesige Infrastruktur verbessert werden. Im Gegenastz zu umliegenden Orten wie Adelsdorf, Neuhaus oder Gremsdorf, wo es schon Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen gibt, genießt die Gastronomie in der „Perle des Aischgrundes“ nicht unbedingt einen guten Ruf. Deswegen soll im Stadtgebiet schon bald ein Hotel der gehobenen Klasse entstehen. Zudem soll ein preislich günstigerer Beherbergungsbetrieb in Autobahn-Nähe gebaut werden. Auch von einem Campingplatz ist in letzter Zeit öfters mal die Rede. Dazu hat man schon ein Areal in unmittelbarer Nähe des Freizeitzentrums ausgesucht.
Vom Tourismus erhofft man sich auch mehr Chancen für den Einzelhandel, der bei den Gästen mit regionalen Produkten punkten könnte. Ein ständiger Markt im Innenhof des Rathauses wäre der perfekte Ort dazu.