Hochbegabte im Berufsleben

 

© lu-photo - Fotolia.com

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Auf der einen Seite suchen Unternehmen händeringend nach besonders intelligenten Mitarbeitern, auf der anderen Seite haben es Hochbegabte immer noch sehr schwer im Berufsleben. Rund zwei Prozent aller Deutschen, also etwa eineinhalb Millionen Menschen gelten offiziell als hochbegabt, da ihr Intelligenzquotient über einem Wert von 130 liegt. Immerhin hat sich die Welt schon auf die Eigenarten und Besonderheiten hochbegabter Kinder eingestellt: Für die rund 300.000 besonders smarten Kids in Deutschland gibt es mittlerweile verschiedene Förderangebote wie etwa spezielle Gymnasien. Doch hochbegabte Erwachsene werden seit eh und je kaum wahrgenommen und in ihrer Besonderheit beachtet. So bleiben viele Potentiale ungenutzt – und die Hochbegabten selber langweilen und quälen sich irgendwie durchs Berufleben.

Denn Hochbegabte sind schnell gelangweilt und unterfordert – wenn ein Mensch mit einem durchschnittlichen IQ Wochen braucht, um Routine in die Handlungsabläufe eines Jobs zu bekommen, hat das ein Hochbegabter meist schon nach wenigen Tagen drauf. Obwohl der Hochbegabte erheblich schneller und qualitativer seine Aufgaben erledigt, muss er genauso lang wie jeder andere im Büro bleiben und eckt sich am Dienst nach Vorschrift an – meist schon ab dem Kindesalter. Obwohl der Hochbegabte kreative Lösungen auf seine Art und Weise erarbeiten kann, werden von ihm standardisierte Lösungen verlangt –  so treibt die deutsche Gesellschaft ihr größtes Potential vor lauter Langeweile beinah in den Wahnsinn. Daher wechseln viele Hochbegabte oft ihren Job oder suchen sich sofort einen Arbeitgeber wie etwa das Auswärtige Amt, bei dem ein häufiger Aufgabenwechsel vorprogrammiert ist. Doch nicht jeder Hochbegabte bekommt so eine Chance, seine Neugier und Leistung ständig fordern zu können. Ratsam ist für jeden hochbegabten Erwachsenen auf jeden Fall, sich im Büro immer wieder vor Augen zu führen, dass nicht jeder so schnell denkt und auffasst wie er selbst – daraus entsteht nämlich oft ungewollt ein harscher Umgangston mit Kollegen.

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